Streichen Sie 3 Wörter aus Ihrem beruflichen Wortschatz und beflügeln Sie damit Ihre Karriere!

Unsere Wortwahl beeinflusst, wie Menschen uns im Berufsleben wahrnehmen

Meist verwenden wir auch im Job unsere Sprache mehr oder weniger unbewusst und ganz automatisch. – Schließlich kann man ja nicht ständig jedes einzelne Wort auf die berühmte Goldwaage legen und permanent alle denkbaren Interpretationen und Effekte vorausschauend abwägen. Es gibt jedoch tatsächlich Wörter, die Sie unbedingt aus Ihrem beruflichen Sprachgebrauch verbannen sollten, weil diese, obwohl sie auf den ersten Blick ganz harmlos und gar nicht negativ wirken, Ihrem Business-Auftreten und Ihrer Karriere schaden können.

Welche drei Wörter Sie im beruflichen Umgang unbedingt vermeiden sollten:

1. „Entschuldigung“

Um es klar zu machen: Es geht hier nicht darum, dass man sich entschuldigt, wenn man etwas vermasselt hat oder jemandem auf die Füsse getreten ist. In diesen Fällen ist eine Entschuldigung natürlich durchaus angebracht. Ich meine vielmehr das vorbeugende Wörtchen „Entschuldigung“, das sich immer wieder – auch im Berufsleben – klamm heimlich in unsere Formulierungen, insbesondere in Eingangsformulierungen, einschleicht. Achten Sie mal darauf!

Im Büro begegnet es uns häufig so: „Entschuldigung, dass ich dir deine Zeit stehle, aber ich habe da so eine Idee …“ Oder: „Sorry, ich hatte leider nicht mehr Zeit für das Konzept.“ Oft wird damit eine an sich gute Sache durch eine unnötige, vorbeugende Entschuldigung heruntergezogen.
Das Vorab-Entschuldigen hat nichts mit Höflichkeit zu tun und kann sich durchaus negativ darauf auswirken, wie man auf seine Kollegen, den Chef oder Kunden wirkt. Es kann nämlich dazu führen, dass man als schwache oder unsichere Person wahrgenommen wird.

Aus Ihrer Entschuldigungs-Routine können Sie ausbrechen, indem Sie beobachten, in welchen Situationen Sie sich typischerweise vorab entschuldigen. Wägen Sie dann ab, ob die Entschuldigung wirklich nötig war. Formulieren Sie zukünftig lieber eine Lösung, als eine Entschuldigung, indem Sie statt „Sorry, dass ich störe …“ lieber „Damit ich dich nicht lange unterbreche, mache ich es ganz kurz …“ sagen. Das hat gleich eine ganz andere Wirkung und demonstriert Stärke und Selbstbewusstsein!

2. „Egal“

Das Wort „egal“ sollten Sie im Berufsalltag am besten gleich ganz aus Ihrem Vokabular streichen, denn es liefert überhaupt keinen Nutzen und ist obendrein sogar schädlich und kontraproduktiv!

Wenn jemand in Ihrem beruflichen Umfeld Sie nach Ihrer Meinung fragt, sollten Sie grundsätzlich auch Stellung beziehen und Ihre Meinung klar äußern. Falls Sie noch keine Meinung zu etwas haben, können Sie das begründen: Erläutern Sie beispielsweise, warum Sie sich noch keine klare Meinung zu einem Thema bilden konnten bzw. warum es Ihnen schwer fällt, sich zu entscheiden. Das ist allemal besser als ein wackelpetriges „egal“.

Mit „egal“ wirken Sie unengagiert und nehmen sich selbst Ihre Bedeutung und Ihr Mitspracherecht. Ein „egal“ zeugt auch von mangelndem Rückgrat, weil es oft genutzt wird, um sich in schwierigen Entscheidungsprozessen einer Meinung zu entziehen.

Je klarer Sie Ihre Meinung äussern und und Ihren Standpunkt vertreten, desto mehr Eindruck hinterlassen Sie bei den Entscheidungsträgern Ihres Unternehmens. Und das ist auf alle Fälle gut für Ihre Karriere!

3. „Versuchen“

Wenn Sie im Businesskontext sagen „Ich versuche …“, dann heisst das für den Empfänger nichts anderes, als dass Sie eine Sache verfolgen, der Sie aber in Wahrheit nicht allzu viel zutrauen. Falls dem so ist, wäre es aber besser, Sie würden sich lieber gleich dagegen entscheiden.

Wenn Sie der Meinung sind, es gibt genügend gute Gründe, etwas anzugehen, sagen Sie stattdessen lieber überzeugt: „Ich mache das jetzt!“ Mit anderen Worten: Wofür Zweifel äussern, wenn man sich schon entschieden hat, etwas zu tun?

Formulieren Sie besser in Zielen. Also statt „Ich versuche, den Kunden zu gewinnen“ lieber: „Mein Ziel ist es, den Kunden zu gewinnen“. Das hat gleich viel mehr Kraft und strahlt viel mehr Engagement und Selbstbewusstsein aus.

Wen würde Ihr Chef wohl lieber befördern? Jemanden, der Dinge immer versucht, oder jemanden, der sie anpackt?
Also: Machen Sie Schluss mit „versuchen“!

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